{"id":296,"date":"2015-07-29T11:27:27","date_gmt":"2015-07-29T09:27:27","guid":{"rendered":"http:\/\/scplaffeien.ch\/?page_id=296"},"modified":"2015-08-12T21:06:45","modified_gmt":"2015-08-12T19:06:45","slug":"gesichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.scplaffeien.ch\/?page_id=296","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"<h2>Gr\u00fcndung 1936<\/h2>\n<p>Die Geburtsstunde unseres Klubs fiel in eine eher schwierige Zeit. Um 1936 grassierte im ganzen Land weit verbreitete Arbeitslosigkeit und es existierten nur minime Verdienstm\u00f6glichkeiten. Man nennt diese Zeit die &#8222;Krise der Dreissiger-Jahre&#8220;. Es war f\u00fcr uns Junge aber auch eine sch\u00f6ne Zeit; Denn da es damals noch kein Fernsehen gab und die meisten von uns kein Radio besa\u00dfen, so erhielten die gemeinsam verbrachten Stunden und Tage im Freundeskreis und unter Gleichgesinnten desto gr\u00f6\u00dferen Stellenwert. Man hatte noch Zeit f\u00fcreinander. Es gab noch keine Luftverschmutzung oder Waldsch\u00e4den. Die Natur war bei uns noch intakt und wir Junge genossen diese, trotz der Sorgen um das t\u00e4gliche Brot.<\/p>\n<p>1935 gr\u00fcndeten einige naturverbundene Idealisten in Plaffeien einen Sportverein mit Namen &#8222;Alpenrose&#8220; und als dessen Pr\u00e4sident fungierte Riedo Felix, Metzger. Ein Jahr sp\u00e4ter, also 1936, wurde dann im Zuge der in Schwung kommenden Skiklubs auch in Plaffeien ein solcher gegr\u00fcndet. Der Sportklub &#8222;Alpenrose&#8220; ging auf im &#8222;Skiklub Plaffeien&#8220;, zu dessen erstem Pr\u00e4sident Raemy Wilhelm (genannt &#8222;Chrattnersch H\u00e4umu&#8220;) ernannt wurde. Leider m\u00fcssen wir uns auf die Aussagen von noch lebenden Teilnehmern an dieser Versammlung st\u00fctzen, denn es existieren weder Gr\u00fcndungsprotokoll noch sonstige Notizen dazu. Der erste schriftliche Hinweis besteht darin, dass im Kassabuch mit Datum 1.Januar 1937 folgender Eintrag gemacht wurde:<\/p>\n<blockquote><p>\u00dcbertrag von Sportverein Alpenrose im Dez. 1936 Fr. 15.35<\/p><\/blockquote>\n<p>In guter Erinnerung ist dem Schreibenden noch die damalige Zeit, als mehrere Jungm\u00e4nner aus Plaffeien, um der andauernden Arbeitslosigkeit zu entgehen, sich f\u00fcr einige Monate oder auch l\u00e4nger als freiwillige Soldaten bei den Grenzschutztruppen verpflichteten. Sie bekamen (ohne Grad) einen t\u00e4glichen Sold von 4 Franken plus Essen und Bekleidung. Als Freiwilliger und strammer Feldweibel r\u00fcckte auch der Pr\u00e4sident H\u00e4umu ein. Vor meinem geistigen Auge sehe ich ihn noch immer, wie er an der Seite von langgezogenen, marschierenden Soldatenkolonnen auf der Strasse durchs Telmoos dem Schwarzsee zustrebt. So kam es, dass der Pr\u00e4sident des Skiklubs oft f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit abwesend war. Aus diesem Grund reichte er schon nach einem Jahr seine Demission ein.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-18 size-full\" src=\"http:\/\/scplaffeien.ch\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/Haeumu-01.jpg\" alt=\"Haeumu-01\" width=\"222\" height=\"297\" \/><\/p>\n<p>Folgende Namen sind als Gr\u00fcnder des Skiklub Plaffeien verb\u00fcrgt: (ohne Garantie auf Vollst\u00e4ndigkeit der Liste)<\/p>\n<table id=\"AutoNumber2\" style=\"border-collapse: collapse; \" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"padding-bottom: 1px;\"><span style=\"color: #000080;\"><strong>Name<\/strong><\/span><\/td>\n<td style=\"padding-bottom: 1px;\"><span style=\"color: #000080;\"><strong>Wohnort<\/strong><\/span><\/td>\n<td style=\"padding-bottom: 1px;\"><span style=\"color: #000080;\"><strong>Funktion<\/strong><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Wilhelm Raemy<\/td>\n<td>Chrattnersch H\u00e4umu, Rufenen<\/td>\n<td>Pr\u00e4sident<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Anton Raemy<\/td>\n<td>Maurer, Chrommen<\/td>\n<td>Kassier<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Alfons Ackermann<\/td>\n<td>Maurer, Chrommen<\/td>\n<td>Sekret\u00e4r<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Pius Neuhaus<\/td>\n<td>Gumlers Pieru, Jost-R\u00fctti<\/td>\n<td>Tourenchef<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Felix B\u00e4chler<\/td>\n<td>Elektriker, Dorf<\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Peter B\u00e4chler sel.<\/td>\n<td>Mechaniker, Dorf<\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Oskar Haymoz<\/td>\n<td>Ried<\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Hans Neuhaus sel.<\/td>\n<td>Dieters, Kloster<\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Dominik Raemy<\/td>\n<td>Maurer, Chrommen<\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Felix Riedo<\/td>\n<td>Metzger, Dorf<\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Paul Zbinden sel.<\/td>\n<td>Hotel Alpenklub, Dorf<\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Albin Zehnder<\/td>\n<td>Flachmatt<\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Joseph Zbinden<\/td>\n<td>Wagner, Dorf<\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h2><\/h2>\n<h2>1937 &#8211; 1940<\/h2>\n<p>Ans Zepter kam nun ein Mann, der die Geschicke des Skiklubs Plaffeien volle 25 Jahre leiten sollte. Felix Grossrieder, seines Zeichens Coiffeur und Schneidermeister in der Rishalta. In all den Jahren schrieb er fein s\u00e4uberlich, wie es seine Art ist, k\u00fcrzere oder l\u00e4ngere Berichte \u00fcber durchgef\u00fchrte Skirennen oder Klubausfl\u00fcge in ein Buch, manchmal mit tr\u00e4fen W\u00f6rtern gespickt.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-20 \" src=\"http:\/\/scplaffeien.ch\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/Grossrieder-Felix-01.jpg\" alt=\"Grossrieder-Felix-01\" width=\"222\" height=\"302\" \/><br \/>\nFelix Grossrieder<br \/>\nPr\u00e4sident 1937 &#8211; 1962<\/p>\n<h3>Tombola vom 13. Februar 1938<\/h3>\n<p>An einem herrlichen Wintermorgen, etwa um 1935\/36, stiegen wir mit unseren Holzskies, Fabrikation Wagner-Tonis-Seppel (ohne Metallkanten, aber mit Steigwachs) von Gutmannshaus auf den Stoos. Oben angekommen, entnahmen wir den Rucks\u00e4cken das erste Pick-Nick. Der Seppel (die Frechheit selbst), musste dringend &#8222;seine Hosen kehren&#8220; und tat dies mitten vor uns, die Skier noch angeschnallt. Einer von uns gab ihm dann unvermittelt einen Schubs und schon sauste der Seppel wie ein Rohrspatz schimpfend, mit nacktem Hintern auf dem Schnee den Hang hinunter.<\/p>\n<p align=\"left\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-21 size-full\" src=\"http:\/\/scplaffeien.ch\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/Gruppe-01.jpg\" alt=\"Gruppe-01\" width=\"402\" height=\"262\" \/><\/p>\n<p align=\"justify\">Unsere Beh\u00f6rden als Gegner des Skisportes hatten uns viel \u00c4rger und unn\u00fctze G\u00e4nge verursacht. Da hat uns aber unser Klubwirt, Herr Josef Neuhaus, gl\u00e4nzend aus der Sache geholfen, was ihm an dieser Stelle bestens verdankt sei.<\/p>\n<h3>Generalversammlung vom 6. November 1938<\/h3>\n<p align=\"justify\">Das H\u00fcttengeld wird wie folgt festgesetzt: Tagestaxe mit Kochgelegenheit und Ben\u00fctzung unseres Materials 50 Rappen, Nachttaxe mit Heizung Fr. 1.-, Einschreiben in H\u00fcttenbuch obligatorisch.<\/p>\n<h3>Kant. Meisterschaften Jaun &#8211; Sonntag, 29. Januar 1939<\/h3>\n<p>Grosskampftag in Jaun. Schon fr\u00fch morgens fahren 2 vollbesetzte Autos von Plaffeien durch&#8217;s Welschland. Der Miggu will aber wieder seine Laune haben, der sucht Jaun in der Richtung Valsainte; ein guter Kilometer retour und wieder ist man auf der richtigen Strasse.<\/p>\n<h2>1940 &#8211; 1945<\/h2>\n<p>Von 1940 bis 1945 konnten die Generalversammlungen nur noch unregelm\u00e4ssig abgehalten werden, weil viele Mitglieder des Skiklub oft f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit im Milit\u00e4rdienst weilten.<\/p>\n<p>Die Klubrennen fanden deshalb meistens in der n\u00e4heren Umgebung des Dorfes statt. Die Route sah etwa folgenderma\u00dfen aus: Start beim Transformatorenturm, nach obere Pl\u00f6tscha &#8211; Tsch\u00fcplern &#8211; Scheibenstand &#8211; oberen Hapfern &#8211; Hohliebi &#8211; obere R\u00fctti &#8211; Puursch Hubel, allwo noch ein Slalom abgesteckt war.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gr\u00fcndung 1936 Die Geburtsstunde unseres Klubs fiel in eine eher schwierige Zeit. 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